WIESO gibt es
diesen Lauf?

Dafür solltest du erst wissen wer Tuğçe ist!

Tuğçe Albayrak wurde am 15. November 2014 auf dem Mc Donald's- Parkplatz in Offenbach-Kaiserlei Opfer eines Gewaltverbrechens, nachdem sie sich für zwei schutzbedürftige Kinder eingesetzt hatte. Über ihren Tod hinaus rettete sie durch ihren Organspende-Ausweis Menschen das Leben. Tuğçe Albayrak war die Tochter türkischer Eltern. Sie wuchs in Bad Soden-Salmünster in Mittelhessen auf. Nach ihrem Abitur an der Kinzig-Schule in Schlüchtern studierte sie die Fächer Deutsch und Ethik für das Lehramt an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie war eine lebensfrohe, fleißige, zielstrebige, energievolle junge Frau. Ihr Studium finanzierte sie sich mit einem Nebenjob. Sie war begeisterte Musik-, Sport- und Literaturliebhaberin. Balletttanzen, Klavierspielen, Rettungsschwimmen, Inlineskaten begleiteten ihr Leben. Freunde und Bekannte beschreiben sie als eine sehr hilfsbereite, dauernd lächelnde Persönlichkeit. Das Schicksal der jungen, hübschen Frau löste weltweit starke Emotionen aus und zog enorme Aufmerksamkeit auf sich. Tuğçe war monatelang Thema in Tageszeitungen, TV-Sendern und sozialen Netzwerken. Liveübertragungen, Petitionen, Kondolenzschreiben von Politikern, Prominente, die sich zu Wort meldeten sowie Mahnwachen, die mit tausenden Menschen gehalten wurden, begleiteten diesen tragischen Fall. 

... und wieso ein Verein mit dem Namen gegründet wurde!

In Gedenken an Tuğçe und ihr gerechtes Handel verspürten Familie, Angehörige und Weggefährten die Mission, Verantwortung zu übernehmen, und gründeten daher den gemeinnützigen "Tuğçe Albayrak"-Verein. Dieser Verein möchte das Andenken der Studentin bewahren und gleichzeitig ihre Werte weitertragen. Hier möchte man einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten um dem Vereinsmotto „For a better World" gerecht zu werden. Gewalt soll in der Gesellschaft ganz unten stehen und Nächstenliebe ganz oben. Dieser Gedanke eint die Gründungsmitglieder und somit kam es am 28.01.2015 in Frankfurt am Main zu der Gründung des Vereins.

... und nun sollte der nachstehende Text
dir die Ausgangsfrage beantworten!

Die gemeinsame Heimatstadt Bad Soden-Salmünster verbindet. Von der Jugend an kennen sich Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch und Initiator der Laufveranstaltung Doğus Albayrak (Mitbegründer des Tuğçe Albayrak Vereins und Bruder von Tuğçe ). Was beide vereint, ist ihre fundamentale Ablehnung von Gewalt in der Gesellschaft. Die von vielen wahrgenommene Verrohung, die Unfähigkeit, Konflikte mit Gesprächen, Dialogen und Kompromissen zu lösen, widerspricht ihren Vorstellungen von einer liberalen demokratischen Gemeinschaft. In gemeinsamen Gesprächen reifte der Gedanke, durch eigenes Engagement gegen die Gewaltneigung in der Gesellschaft aufzustehen. Eine Kommune und ein Verein, der mit seinem Satzungszweck die Stärkung einer gewaltfreien Zivilgesellschaft fördert, können natürliche Partner sein. Eine solche Partnerschaft kann und sollte dabei vor der eigenen Tür beginnen. Der Vorschlag des Tuğçe Albayrak Vereins über eine Laufveranstaltung wurde schnell als eine ideale Veranstaltung für ein öffentlichkeitswirksames Zeichen von Bürgermeister Dominik Brasch unterstützt. Sport hat per se eine verbindende Kraft und ein Laufwettbewerb bringt die Menschen auf die Straße, in das Stadtzentrum und ist etwas, an dem sich jeder, ob jung oder alt, Mann oder Frau beteiligen kann. Bad Soden-Salmünster darf stolz darauf sein, dass in den nächsten Jahren viele „Spessarthelden“ mit ihrer Teilnahme ein Zeichen für eine gewaltärmere Welt setzen. 

... und das schöne daran

Mit den Einnahmen aus dem Spessarthelden-Lauf werden  Workshops an Schulen gehalten. So will der Verein gemeinsam mit der Stadt einem Teil von Tuğçes Anspruch, den Kindern etwas für das Leben zu vermitteln, nachkommen. Es handelt sich um theaterpädagogische Workshops zur Gewaltprävention in einer Kooperation mit dem Schultheater Studio in Frankfurt am Main. Die Workshops werden von Theaterpädagogen und Pädagogikstudenten mit theaterpädagogischer Zusatzqualifikation durchgeführt. Das Programm wird flexibel an die jeweilige Zielgruppe angepasst, auch im Hinblick auf die jeweilige Deutschkenntnisse und intellektuellen Voraussetzungen der Teilnehmer. Bei den Theaterproben lernen Kinder Aggressionen in Alltag zu begegnen und trainieren den Mut zur Zivilcourage. Die Workshops erwiesen sich als ausgezeichnetes Mittel, um Lernprozesse in Gang zu setzen und Strukturen in der Gruppe zu erkennen. Durch den spielerisch, bewusst nicht-pädagogisch, belehrenden Ansatz werden die Schüler auf der Basis von Emotionen mit den Themen konfrontiert.

Die Arbeit wurde unterstützt von Schuldezernat und Kultusministerium Hessen. Im Jahre 2001 verlieh der Landespräventionsrat des hessischen Justizministeriums den hessischen Präventionspreis. Nach Auslauf der Fördermittel trägt sich das Schulprojekt aus Eigenmitteln und Beiträgen der Teilnehmer weshalb wir hier als Verein eingreifen und den Schulen die Teilnahme an diesem Workshop leichter machen. Um die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen wird in dem Workshop bewusst mit dem Fall von Tuğçe eingeleitet. So können die Pädagogen nämlich aufgrund der Bekanntheit  des tragischen Schicksals von Tuğçe einen besseren Bezug zu den Schüler herstellen.

 

WOFÜR steht das
Logo?

Die Regenbogenfarben...

Die Regenbogenfarben verkörpern Vielfalt und Toleranz, Gleichberechtigung und Frieden.

Vielfalt

Von Vielfalt spricht man, wenn unterschiedliche Menschen zusammenleben. Jede und jeder ist gleich viel wert – egal, welche Religion, welches Geschlecht oder welche Herkunft die Person hat. Vielfalt kann ganz unterschiedliche Formen haben (geschlechtliche Vielfalt, Vielfalt in der Partnerschaft).

Vielfalt bedeutet Vielfalt von Menschen und Lebensformen. Vielfalt zielt auf die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen etc. Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale. 

VIelfalt heißt Gemeinsamkeiten entdecken

Dabei geht es nicht nur um die Unterschiedlichkeiten von Menschen und ihren Lebensentwürfen, sondern immer auch um die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Menschen können verschiedene ethnische Herkünfte oder Religionen und Weltanschauungen haben, aber im gleichen Alter, lesbisch und Mutter sein oder gleiche körperliche Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen haben.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung ist ein Grundpfeiler der Demokratie und viele demokratische Grundsätze beruhen darauf. So beispielsweise die Gleichheit vor dem Gesetz, die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit.

Gleichberechtigung bedeutet, dass niemand wegen einer anderen Religion, Meinung oder höherem Lohn anders behandelt wird als der Rest der Gesellschaft. Unabhängig von diesen Faktoren sollten also alle die gleichen Möglichkeiten haben.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird unter Gleichberechtigung meist die Gleichstellung von Mann und Frau verstanden. Dies ist natürlich ein wichtiger Aspekt der Gleichberechtigung. Trotzdem ist es von großer Bedeutung, dass der Begriff nicht nur auf den Geschlechtsaspekt reduziert wird.

Frieden

Bei Frieden geht es um mehr Gerechtigkeit und weniger Gewalt. Frieden bedeutet, dass keiner hungern muss, dass Menschen arbeiten und in Freiheit leben können. Frieden herrscht dort, wo Menschenrechte eingehalten werden.


Niemand weiß, ob der Frieden jemals vollständig verwirklicht werden kann. Sicher ist, dass Frieden ein langer Prozess ist und dass sich jeder und jede an diesem Prozess beteiligen kann. In diesem Sinn ist auch der Satz von Mahatma Gandhi gemeint: "Es gibt keinen Weg zum Frieden - Frieden ist der Weg".

Toleranz

Einfach ausgedrückt bedeutet Toleranz, das Hinnehmen von anderen Meinungen, Überzeugungen, Verhaltensweisen, Vorlieben oder gerade in aktuellen Zusammenhängen auch Religionen, Kulturen und Weltanschauungen. Tolerantes Verhalten zeigt sich dadurch, dass jeder nachsichtig, respektvoll und freundlich behandelt wird, auch und gerade wenn dieser anders ist oder denkt als man selbst.

Jemand anderen seine Religion frei ausleben zu lassen, obwohl Sie selbst nicht gläubig sind, ist ein bekanntes Beispiel für Toleranz. Sie können das Verhalten vielleicht nicht nachvollziehen, doch anstatt den anderen eines Besseren belehren zu wollen oder diesen gar zu verspotten oder zu verachten, nehmen Sie die Unterschiede hin.

Die Sprudelform

Die Sprudelform ist ein Wahrzeichen der Stadt Bad Soden-Salmünster. Sie widerspiegelt die aus der Tiefe in alle Becken der Spessart Therme strömende Bad Sodener Natur-Sole des Fritz-Hamm-Sprudels. Dieser ist angereichert mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen und birgt zudem anregende und heilende Kräfte, weshalb man die Sprudelform auch im Logo der Stadt wiederfinden tut.

 

WAS ist ein
Spessartheld ?

Held?

Ein Held oder eine Heldin ist jemand, der etwas Besonderes getan hat. Helden zeigen großen Mut oder opfern sich gar für andere Menschen. Sie besitzen oft eine Eigenschaft oder Qualität, die sie von gewöhnlichen Menschen unterscheidet und sie zu Helden macht. Manchmal ist das eine große Fähigkeit, aber manchmal ist es eine Charaktereigenschaft wie Mut. Es sind jene mutige Menschen, die anderen helfen, die sich reinhängen, damit es anderen besser geht. Die Kinder ins Leben bringen oder eine Idee haben, mit der sie die Welt ein bisschen besser machen oder sich aktiv für eine bessere Welt einsetzen. Sie alle verdienen unseren Respekt, unsere Dankbarkeit.

Spessart?

Der Spessart ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Der Spessart ist ein Mittelgebirge zwischen Vogelsberg, Rhön und Odenwald in Bayern und Hessen.

Der Name leitet sich aus Specht und Hardt („Bergwald“) her, steht so für Spechtswald.Er ist im Jahr 839 belegt als Spehteshart, um 1000 als Speshart. Daneben kann auch ein römischer Namensursprung angenommen werden. Demnach könnte Spessart übersetzt werden als dichter und beschwerlicher Wald.

Der Spessart wird im Wesentlichen durch drei Flüsse eingefasst: vom Main zwischen Gemünden und Hanau, von der Kinzig im Norden und von der Sinn im Nordosten. Merkspruch: „Kinzig, Sinn und Main schließen rings den Spessart ein.“

Direkt zwischen dem vulkanischen Vogelsberg und dem Spessart im geschwungenen Tal von Salz und Kinzig liegt Bad Soden-Salmünster. Heimatort des Spessarthelden-Laufes.

Spessartheld?

Ein Spessartheld ist eine Person mit der besonderen Charaktereigenschaft Mut. Er oder Sie schaut dahin wo andere gerne wegschauen. Spessarthelden sind aufmerksam für das was um sie herum passiert und sie haben keine Angst vor Konflikten mit anderen, wenn sie ihre Werte verteidigen. Die Werte der Spessarthelden sind Frieden, Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt, die sie auch mit den Farben auf ihrem Wappen verdeutlichen. Spessarthelden sind jene mutige Menschen, die anderen helfen. Sie sind aktiv und setzen sich für Ihre Werte ein, damit es der Welt ein bisschen besser geht. 

Um sich zu einem Spessarthelden zu schlagen, müssen zum einen die zuvor genannten Werte gelebt werden und zum anderen sollte der Mut aufgebracht werden sich aktiv für diese Werte einzusetzen. Diese Möglichkeit besteht einmal im Jahr zwischen dem vulkanischen Vogelsberg und dem Spessart, im sanft geschwungenen Tal von Salz und Kinzig, im wunderschönen Bad Soden-Salmünster.

 

Hier kannst du an der Laufveranstaltung "Spessarthelden - laufen gegen Gewalt" teilnehmen, um dich zum Helden zu schlagen. Menschen aus aller Welt, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Kultur, sexueller Ausrichtung, Religion und Behinderung, laufen hier gemeinsam für ein friedvolles Miteinander und schlagen sich zum Spessarthelden, indem sie die Ziellinie überqueren. 

Dabei spielt es keine Rolle ob ambitionierter Sportler oder nicht, denn die Zeit, statt die Ziellinie überquert wird, ist kein Maß, um ein Spessartheld zu werden!